Rückblick Vereinsjahr 2024/25
28. Juni 2025 – 7. Mai 2025 – Ein Wechsel des Vereinsjahrs ist nicht nur ein Übergang von Zahlen, sondern eine Gelegenheit, innezuhalten, zurückzublicken und gemeinsam nach vorn zu schauen. Das vergangene Vereinsjahr war geprägt von Wandel, Engagement und dem unermüdlichen Einsatz für unsere politischen Anliegen – sowohl auf kantonaler als auch auf nationaler Ebene. Dieser Rückblick soll nicht nur Geschehenes dokumentieren, sondern auch Wertschätzung ausdrücken für all jene, die unsere Arbeit mitgetragen und vorangebracht haben.
Präsidiumswechsel und Start ins Vereinsjahr
Nachdem Patricia Doka-Bräutigam zwei Jahre lang als Präsidentin der Mitte Frauen Basel-Landschaft gewirkt hatte, wurde ich, damalige Vize-Präsidentin, im Mai 2024 zur neuen Präsidentin gewählt – Patricia übernahm fortan das Amt der Vize-Präsidentin. Die Zeit nach der vergangenen Mitgliederversammlung begann somit mit einem Rollentausch, der auch neue Impulse mit sich brachte.
Die Übergabe gestaltete sich aufgrund der Bewilligungspflicht meines damaligen Arbeitgebers zunächst etwas holprig. Schliesslich konnte ich jedoch – nach einem Wechsel der Arbeitsstelle – das Präsidialamt offiziell per September 2024 übernehmen.
Verstärkung im Vorstand
Neu gewählt in den Vorstand wurde an der letztjährigen Mitgliederversammlung Claudia Brodbeck, Landrätin aus Biel-Benken.
Monique Locarnini wurde ausserdem als neue Finanzverantwortliche gewählt, nachdem Maya Cramatte zurückgetreten war. Ab November 2024 durften wir sie dann auch inoffiziell als neues Vorstandsmitglied begrüssen.
Erste Projekte und politische Schwerpunkte
Gemeinsam mit Patricia Doka-Bräutigam, Maria Wermelinger, Claudia Brodbeck und Isabella Oser setzten wir uns in der zweiten Jahreshälfte 2024 als erstes mit der damals stark debattierten Abstimmung zur BVG-Reform auseinander. In diesem Zusammenhang führten wir eine Mitgliederbefragung durch, auf deren Basis wir schliesslich die Ja-Parole beschlossen haben.
Besuch der Herbstsession in Bern
Am 23. September 2024 besuchten die Mitte Frauen Basel-Landschaft gemeinsam die Herbstsession in Bern. Unsere Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter gewährte uns einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Bundespolitik. Abgerundet wurde der Besuch durch einen gemeinsamen Apéro in der Galerie des Alpes.
Jahresausklang
Gemeinsam liessen wir das Jahr 2024 im Dezember beim traditionellen Weihnachtsessen – dieses Mal im Gasthof Mühle in Aesch – feierlich ausklingen.
Engagement über die Kantonsgrenzen hinaus
Die Arbeit der Mitte Frauen Basel-Landschaft macht keinen Halt vor den Kantonsgrenzen. Unsere Präsidentin und Vize-Präsidentin engagieren sich als Vertreterinnen der Kantonalsektion auch auf nationaler Ebene bei den Mitte Frauen Schweiz. Zudem vertritt Isabella Oser unsere Sektion als eine der beiden Delegierten bei der Mitte Schweiz.
Neben zahlreichen Sitzungen der Mitte Frauen Schweiz – unter anderem zur BVG-Reform, Biodiversitätsinitiative, EFAS-Vorlage, dem Ausbau der Nationalstrassen und der Familienzeitinitiative – engagierten sich einige von uns auch in thematischen Arbeitsgruppen wie Klima und Energie, Altersvorsorge, Tagesschulen und Prostitution.
Herbsttagung: Klima und Energie im Fokus
Im vergangenen Jahr war es die Aufgabe der Arbeitsgruppe «Klima und Energie», die inhaltliche Gestaltung der Herbsttagung der Mitte Frauen Schweiz zu übernehmen. Die Veranstaltung fand auf dem Axpo Campus in Baden statt und widmete sich der Rolle der Mitte Frauen im Bereich Energiepolitik.
Im Rahmen eines Workshops («Wie können Die Mitte Frauen aktiv zur Energiewende beitragen?») erarbeiteten die Teilnehmenden, basierend auf einem Referat von Dr. Cyril Brunner (ETH Zürich), konkrete Massnahmen, die nun schrittweise von der Arbeitsgruppe weiter konkretisiert und durch gezieltes Networking vorangetrieben werden.
Veränderungen auf nationaler Ebene
Das Jahr 2025 begann mit zwei bedeutenden Rücktrittsankündigungen: Gerhard Pfister, Präsident der Mitte Schweiz, kündigte seinen Rücktritt per Juni 2025 an – nach einer erfolgreichen Amtszeit, in der er die ehemalige CVP zur Mitte formte, mit der BDP fusionierte und durch die Wahlen 2023 führte.
Für uns Frauen besonders bedeutsam war der Rücktritt unserer geschätzten (Alt-)Bundesrätin Viola Amherd per März 2025. Als erste Frau an der Spitze des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) führte sie ihr Departement mit Bodenständigkeit, Mut, Sachlichkeit und Entschlossenheit. Sie hat eindrucksvoll gezeigt, dass politische Führung unabhängig von Geschlechtergrenzen möglich ist – und dass Frauen entscheidend zur Entwicklung unseres Landes beitragen.
Im Rahmen des Bundesrats-Wahlkampf luden die Frauen die beiden vorgeschlagenen Kandidaten zu einem Hearing ein. Am 14. März 2025 wurde schliesslich Martin Pfister als Nachfolger von (Alt-)Bundesrätin Viola Amherd ins VBS gewählt. Wir sind zuversichtlich, dass Bundesrat Martin Pfister viele Erfolge erzielen und die Konsensfunktion der Mitte im Bundesrat stärken kann.
Dank an Patricia Doka-Bräutigam
Bevor wir endgültig in das neue Jahr blicken, möchte ich an dieser Stelle einen herzlichen Dank an Patricia Doka-Bräutigam richten. Ab Juni wird sie uns nicht mehr im Vorstand begleiten. Ihr unermüdlicher Einsatz, ihre Weitsicht und ihre menschliche Art haben unseren Verein in dieser Zeit geprägt. Patricia, du hast mit deinem Engagement die Grundlage für vieles gelegt, was wir nun weiterführen können. Wir sind dir sehr dankbar für deinen unschätzbaren Beitrag und wünschen dir für die Zukunft nur das Beste. Deine Spuren im Vorstand werden noch lange sichtbar bleiben.
Ausblick: Gesellschaft, Steuerpolitik und Europa
Trotz personeller Veränderungen auf nationaler Ebene bleibt unsere politische Agenda aktiv. Ein Thema, das uns Mitte Frauen weiterhin beschäftigen wird, ist die Besteuerung verheirateter Paare.
Neben der geopolitisch und wirtschaftlich angespannten Lage rückt auch ein weiteres Thema in den Fokus: das neue Paket an Abkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union. In diesem Zusammenhang setzt sich unsere Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter – als Präsidentin der Handelskammer beider Basel – mit der Plattform «Frauen für die Bilateralen» dafür ein, dass Frauen in dieser Debatte eine sichtbare Stimme erhalten.
Die Zusammenarbeit mit der EU – als wichtigste Handelspartnerin der Schweiz – ist nicht nur für unsere Wirtschaft zentral, sondern fördert auch gesellschaftlichen Fortschritt, Sicherheit und Stabilität für kommende Generationen.
Abschliessende Worte
In diesem Sinne lassen wir ein ereignisreiches Jahr Revue passieren und blicken dem neuen Vereinsjahr mit Zuversicht, Zielstrebigkeit und Zukunftsorientierung – aber auch mit Respekt – entgegen.
Ich freue mich, Sie bei unseren nächsten Anlässen wieder zu sehen.
Beatrice Borio, Präsidentin Die Mitte Frauen BL
